#3 Die innere Ampel – Übung

Die innere Ampel 

Heute möchte ich Euch einen Tipp geben, der mir sehr geholfen hat.
Vielleicht bringt er Euch auch weiter… …vorab, ich mag Rot sehr!

Schließe mal die Augen und stell dir einfach mal diese Farbe vor…in den meisten Fällen wirst du i. Sekundenschnelle bei einem Herz landen und plötzlich ein Lächeln im Gesicht haben – im Grunde sehr schön.
Es gibt aber diese andere Seite – das Rot des Verbots! Hier darfst du nicht parken, jetzt darfst du nicht fahren, bitte nicht rauchen, gehen sie weiter- hier gibt es nichts zu sehen…usw. etc. pp.

Crazy eigentlich, dass man Rot mit offenen Augen hauptsächlich damit assoziiert, und bei geschlossen Augen etwas anderes herauskommt oder?

Die Geschichte der inneren Ampel ist natürlich nicht neu, ich habe das Ganze selbst mal in einem Buch aufgeschnappt und mir meine eigene Version daraus gebaut.

Habe ich nämlich einen Schmerzschub und fühle mich sehr schlecht, dann ist die innere Ampel auf Rot, und zwar sehr dunkles, eher so Schwarzrot.. (…whaaat?) Ich bezeichne dass dann immer als meine „Sieben-Stimmung“ – wer den Film „Sieben“ mal gesehen hat, weiß was ich meine.

Solltet Ihr ähnliche Beschwerden haben – hier eine Übung, die mir wahnsinnig gut hilft, mich in kurzer Zeit etwas besser zu fühlen:

Nimm dir genau 5 Minuten Zeit für diese Aktion und versuche den Fokus nur auf dich zu legen. Schließe die Augen und konzentriere dich auf deinen Körper und deinen Zustand. Spüre, wo genau es schmerzt und wie sich dein Körper anfühlt und wo genau sich die Ausgangspunkte für deinen Zustand befinden.

Wenn du deinen Körper durchgegangen bist, nimm drei ganz bewusste Atemzüge und stelle dir nun die Ampel vor – nimm langsam das dunkle Rot zurück und male ein Herz in diese Ampel, dieses Herz füllst du aber mit einer viel helleren und schöneren Rotfärbung.

Du wirst fühlen, dass sich in deinem Körper etwas bewegt und sich dein Zustand ändert. Nun nimmst du wieder drei bewusste Atemzüge und schaltest die Ampel auf gelb. Versuche, dieses „Umschalten“ mit einem Gefühl der Entspannung zu verbinden – ich stelle mir in dem Zusammenhang gern eine goldgelbe, saftige Zitrone vor, ist aber nicht jedermanns Sache.

Es hört sich jetzt vielleicht etwas merkwürdig an, aber ich spreche dann innerlich mit meinem Körper und jedem einzelnen Teil davon.
Das klingt ungefähr so: Liebe Waden, ist seid wahnsinnig angespannt und tut weh, aber ihr dürft euch jetzt entspannen. Meistens füge ich hinzu, dass sie mit einer kurzen Reaktion eine Rückmeldung geben sollen, ob sie mich verstanden haben.

Ganz wichtig:
Bitte sprecht das mit eurer inneren Stimme und niemals laut! (Jedenfalls nicht, wenn jemand da ist) Achtet einfach darauf, dass nicht irgendjemand im Zimmer oder an der Tür steht und sich den Hintern weglacht – ich schwöre, mich hat neulich sogar der Hund ausgelacht, er hat auf jeden Fall zumindest gegrinst…

Wenn du alle schmerzenden Körperteile „besprochen“ hast – du ahnst was jetzt kommt… Nimm drei bewusste Atemzüge und geh Richtung Grün.

Sage dir vorher, dass sich dein Zustand bessern wird, sobald du jetzt an Grün denkst. Male dir Bilder dazu, stell dir einfach die schönsten und erfülltesten Momente vor, die du je hattest. Sag deinem Körper, dass er für heute grün und gelassen bleiben kann. Dass er deine Beschwerden etwas in den Hintergrund schieben kann und dir einen schönen Tag schenkt.

Dann nimmst du dir noch einen kurzen Moment und sprichst gar nicht mehr, bis du die Augen wieder öffnest (im Idealfall steht jetzt ein frischer Kaffee neben dir, aber gut, haut bei mir auch nicht hin – also folgt dem Ganzen dann meistens Aufstehen..;))

Bei mir klappt es meistens, dass ich so eine Verschlimmerung der Symptome verhindern kann. Es kam auch schon vor, dass ich schmerzfrei war.

Ich hoffe, ihr könnt euch davon etwas rausziehen und ich wünsche euch einen tollen Tag.

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Chris Strobler

Chris Strobler ist ein Musiker, Comedian und Booking-Agent aus dem fränkischen Bamberg.

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