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#10 Nur Wenn du an DICH denkst und achtsam bist, kannst du geben, vorher nicht

oder: Der richtige Treibstoff macht’s!

Habt ihr schon mal versucht, mit einem 500er Fiat aus den 50ern den Grand Prix von Monza zu gewinnen? Gut, für mich wäre das offenbar eh unmöglich, denn ich müsste mit einem aufgeschnittenen Dach fahren, um reinzupassen (oder die Füße müssen nach unten raus, wie bei Familie Feuerstein).

Aber egal, ich will jetzt gar kein Fass zum Thema „Größe“ aufmachen oder den Fiat in ein blödes Licht rücken, denn wie man sieht, ist der Kleine ja recht alt geworden und hat scheinbar auch im Schneckentempo einige Kilometer zurückgelegt. 

Ich hab ihn jedenfalls dafür bewundert und irgendwie kam mir beim Anblick dieses Gefährts ein schöner und beruhigender Gedanke:

Man kommt auch langsam ans Ziel, wichtig ist vielleicht eher, dass der Ölstand immer passt, genug Benzin im Tank ist und die Gelenke geschmiert sind. Ohne Energie rollt auch der schönste Reifen nicht. 

Ganz nebenbei: ein fetter Luxusschlitten fährt auch nicht ohne Energie! Ohne Sprit im Tank wird’s einfach eng. Mit Popel laufen die Dinger nicht und Backsteine passen nicht durch den Einfüllstutzen. Es muss also auch noch die richtige Energie rein und im Idealfall kommt mehr Energie rein, als raus geht. 

So, ab jetzt wird es auch für alle Nicht-Auto-Freaks interessant. 😉

Seit ich blogge komme ich mit sehr vielen interessanten Menschen in Kontakt und es werden natürlich auch Fragen an mich gestellt. Die Frage, die am meisten gestellt wurde, lautet:

Woher bekommst du die Energie, um auf Tour zu gehen, eine positive Grundhaltung an den Tag zu legen und uns auch noch mit deinen Weisheiten voll zu sülzen? Wie gehst du da vor, Chris?

Nun ja, erstmal muss ich sagen, dass ich natürlich auch üble Momente habe und dabei aussehe wie ein aufgeplatztes Kissen. Solche Tage gibt’s natürlich immer noch oft, wenn die Krankheit ihre übelste Fratze zeigt. Allerdings sind diese Tage sehr viel weniger geworden – warum? Der Trick liegt darin, mit den eigenen Kräften zu haushalten und vor allem immer wieder AUFZUTANKEN!

Früher war ich der schlechteste Tankwart der Welt!

Nach dem Motto „das Karma wird’s schon richten“ habe ich alles rausgehauen und mich gewundert: Hat das Karma eventuell Urlaub oder gerade schlechtes Netz? Haben wir einfach Kommunikationsschwierigkeiten oder will es mich verarschen? Ich geb‘ doch trotzdem so viel, obwohl ich Schmerzen habe…dabei habe ich einfach nicht gerafft, dass ich selbst dafür verantwortlich bin, auch zu nehmen. 

Wenn ich hier also konkret etwas empfehlen kann, dann Folgendes:

Seid achtsam mit euch, tut euch Gutes und seht immer wieder zu, dass mehr Energie reinkommt, als rausgeht. 

Gute und positive Energie kann nie genug reinkommen. Es ist wirklich so!

Das beginnt schon morgens mit dem ersten Gedanken, der einen in den Tag holt. Achtet sehr genau darauf, wie der Tag beginnt! Macht euch schöne Gedanken, döst morgens noch und denkt an den letzten Urlaub, an den Strand, an Herzen und an Liebe. Eben an alles, was euch in den Sinn kommt und euch positiv stimmt. Wenn man die Sinne morgens in den ersten Sekunden schon mit blödem Käse füllt, wird es echt schwierig. Macht euch einen leckeren Kaffee, lest etwas Lustiges, beschäftigt euch kurz mit ein paar Dingen, die euch gefallen und guttun. 

Führt eine kurze Meditation durch oder schaut in den Spiegel und lacht euch selbst an. (Wichtig: Nicht auslachen, sondern anlachen 😊)

Ich denke morgens z.B. oft an Kuchen (weiß der Geier warum, ich mach mir gar nichts aus Kuchen), aber irgendwie bringt einen der Gedanke an einen saftigen und geil riechenden Kuchen doch gut drauf, oder? Gegenprobe: denkt mal an alten, harten und stinkigen Kuchen – was passiert dann? Richtig, es wird einem schlecht. 😉

Aber genug mit den Beispielen, da hat jeder seine eigenen Dinge.

Wir müssen nur definitiv SELBST dafür sorgen, dass all diese Kraftgeber unseren Geist mit Zündstoff versorgen. 

NUR WENN DU AN DICH DENKST UND ACHTSAM BIST, KANNST DU GEBEN, VORHER NICHT.

Mit einem leeren Tank kann man nicht fahren und kann der Welt kaum was geben. 

Deswegen werde ich auch immer wieder ehrlich sagen, wenn ich gerade nichts geben kann, denn eins ist klar: Die Energie fließt immer schneller raus, als sie reinkommt. Und gerade bei Menschen mit chronischem Handicap, kann man davon ausgehen, dass der Tankvorgang sicher doppelt so lange dauert, der Speicher kleiner ist und gefühlt alles im dreifachen TGV-Tempo wieder den Körper verlässt. Da diese Rechnung nicht aufgehen kann, sage ich es nochmal:

Achtsamkeit, für positive Energie sorgen und euch mit guten Gedanken zu versorgen ist euer Hauptjob, auch wenn es oft schwer fällt – investiert in diesen Moment und lasst euch nicht davon abbringen. 

Und wenn es mal extrem schwer ist, morgens aufzustehen und der Weg zum Bad der Umrundung des Erdballs gleicht, stelle ich mir vor, dass ich der kleine Fiat bin. Schon ein bisschen älter, einige Dinge leicht defekt und nicht der schnellste. Wenn ich aber gut geschmiert bleibe, guten Treibstoff einfülle und mir die italienische Sonne auf den Rücken scheint, fahre ich noch viele Runden und werde es mit Vergnügen tun. 

SCHAFFE DIR SELBST DAS SCHÖNE! 

Das ist mein Schlüssel, um den elenden Beschwerden beizukommen. 

Habt euch lieb

Chris 

#9 Wie soll man etwas verstecken, das sich nicht verstecken lässt?

Der Mut zum offenen Visier,  ist ein logischer und lohnender Schritt!

Ihr Lieben,

wenn ich an die Anfangsjahre meiner Erkrankung zurückdenke, sitze ich hier und muss tatsächlich über mich selbst lachen. Es klingt absurd, aber ich muss wirklich sehr lachen, da ich komischerweise in der Rückblende gar nicht mehr glauben kann, was ich alles veranstaltet habe, um so zu tun, als wäre alles in Butter.  Um es mal subtil zu sagen: Es war die reinste Freakshow – unfassbar, wieviele Meilen ich mir da selbst auf die Lebensuhr gehauen habe, um „normal“ zu wirken.

Ich entschuldige diese Show im Geiste immer damit, dass ich zum dem Zeitpunkt ja dachte, dass alles wieder verschwindet, was im Grunde völliger Käse mit Soße ist. In der Realität wird einem eigentlich sehr schnell selbst klar, dass tägliche, starke Schmerzen, die Jahre andauern, nicht unbedingt normal sind und jeder Mitmensch, der 3% mehr Empathie als eine Anhängerkupplung hatte, auch wusste, dass es mir nicht gut gehen konnte. 

Aber ich habe brav den voll funktionierenden Chris gegeben, obwohl ich teilweise rumlief wie ein Zombie aus Walking Dead, mit tief liegenden Augen und aschfahlem Gesicht. Teilweise dachte ich, dass ich für meine Mitmenschen wirken muss, als würden Sie mich durch ein Fischaugenobjektiv sehen, wie dieser eine Typ bei Hot Shots (wer den Film nicht kennt, ist selbst schuld!).

Die erste Frage ist: Warum macht man das?

Die zweite Frage lautet: Wie schafft man das?  

Nun ja, es gibt ja jede Menge Menschen, die ein ziemliches Paket mit sich rumschleppen. Beim einen sind es schlimme Sorgen, der Nächste hat seelische Probleme, andere chronische Krankheiten (wie in meinem Fall) – die Liste ist endlos.

Was mich aber lange beschäftigt hat: Man kann scheinbar so fertig sein, dass man im Grunde nur noch durchsichtig rumläuft und die Anforderung morgens aufzustehen, dem Iron Man Marathon gleicht. Trotzdem scheint aber irgendeine Zelle übrig zu sein, die nochmal Speicher frei gibt. Ein innerer Sonderspeicher, der dich zum größten Schauspieler aller Zeiten werden lässt und dich zur Höchstleistung pusht.

Wäre es ein Film, könnte der Titel lauten: Ein Mann, stark wie ein Baum. Untertitel: Man nannte ihn Bonsai!

Mir fallen zahlreiche Momente ein, in denen ich den phantastischen Schauspieler gegeben habe und im Hintergrund hätte eigentlich nur noch Freddie Mercury singen müssen: Oh yes, i’m the great pretender….

Leider blieb die Oscar-Nominierung aus und die goldene Himbeere kam auch nicht. Einfach nix. 

Warum man es so macht? 

Meine Theorie ist folgende:

Wir scheinen ein System zu haben, dass alles im Gleichgewicht halten will, das die Situation unbedingt so behalten will, wie sie ist und erstmal vieles ignoriert und noch ausgleicht. Zum einen wollen wir leistungsfähig bleiben, denn der nächste Kollege lauert schon an der Ecke und übernimmt sabbernd und voller Vorfreude die Aufgabe, die du nicht mehr auf die Reihe bekommst.  Zum anderen haben wir bis zu diesem Punkt schon sehr viel investiert, in welcher Form auch immer.  In eine Ehe, in ein Haus, in den Job, in Klamotten, in Hundefutter – weiß der Geier, in was alles. 

Wir haben gegeben und die Investition soll sich gefälligst lohnen und zurückkommen. Deswegen wird alles versucht, den Schein aufrecht zu erhalten. 

Dann kommt noch ein andere Faktor hinzu: Gerede! 

Man will einfach nicht, dass irgendjemand sagt: „Oh man, so ein Weichei, der soll halt mal ein Schnitzel essen, dann geht’s ihm wieder besser. Mir tut auch mal was weh, heul ich deswegen rum? Nein!“

Also geht THE WALL hoch – schützt zum einen, nagt aber an dir, wie der Hund am Knochen.

Wie schafft der Körper das?

Keinen Plan, aber ich stelle es mir so vor:

Wenn wir technische Geräte wären, würde der Akku längst „low“ anzeigen und vielleicht der Virenscanner laufen. Das Gerät hat folgenden Vorteil: Wenn die Energie aufgebracht ist, geht das Teil aus, bleibt stehen oder stellt einfach die Funktion ein. Ende und over…

Beim Menschen ist das nicht so, denn wir haben etwas, das sich Substanz nennt. Wir können aus der Substanz ziehen und noch weiter funktionieren. Wie krass! Wir können daraus richtig viel leisten und z.B. große Schauspieler werden…manchmal brauchen wir die Substanz und es ist absolut gut, sie zu haben. Wenn wir allerdings zu lange daraus ziehen, schädigen wir uns nachhaltig, wie eine alte Vinyl-Platte. 

Wir machen Kratzer und Kerben in unsere Systeme, die manchmal nicht mehr so einfach zu reparieren sind.

Seit mir diese Sache bewusst wurde, was ich da eigentlich tue, fiel es mir plötzlich nicht mehr so schwer, deutlich zu werden und mehr auf mich zu achten – denn ich will keine weiteren Kerben in meiner inneren Schallplatte und meine Substanz behalten.

Im Gegenteil, nach den ersten Momenten machte sich eine Stärke breit, denn es gibt drei Vorteile an der Sache:

  • Du verlierst keine Energie mehr, weil du nicht mehr als „Tom Cruise Light unterwegs“ bist.
  • Du bekommst einen Schub an Selbstvertrauen, da du dich klar ausdrückst und damit Diskussionen erstickst (Kleiner Tipp:  Verwende das Wort „Generell“ hin und wieder – es ist sehr kräftig und lässt kaum Fragen offen ;))
  • Deine Mitmenschen bekommen klare Information von dir und können sie einordnen.

Den letzten Punkt finde ich richtig gut, denn wie soll jemand auf dich reagieren, wenn du offensichtlich nicht okay bist und du ihm sagst: Passt schon, geht schon, wird schon? Ich glaube, dass erzeugt viel Unsicherheit!

Es ist also absolut sinnvoll, diesen Weg zu stoppen und nicht weiter zu verstecken, was man nicht verstecken kann. 

Ich weiß, es hört sich leichter an als es ist, aber probiere es einfach aus.

Fazit:

SICH DURCHZUSETZEN UND KLAR AUSZUDRÜCKEN, BRINGT DIR SELBSTVERTRAUEN, EIN GUTES GEFÜHL UND ES KOSTET DICH PRAKTISCH NICHTS – NUR EIN BISSCHEN MUT! DAFÜR VERLIERST DU ABER EIN PAAR PROZENT LAST.

Habt euch lieb!

Chris Strobler

#7 Bloggen???

Ihr Lieben,

letzte Woche hat mich folgende Nachricht erreicht:

„Sag mal, warum schreibst du denn nix mehr? Hat das einen Grund? Wir warten!“

BÄM! Diese linke Gerade hat gesessen und hatte gleichzeitig noch die Wirkung eines Leberhakens. Denn ich wurde hier tatsächlich kalt erwischt. Obwohl mir längst klar war, dass ich irgendwie keinen Content liefere und die Monate schon ins Land gezogen waren…(Argh!).

Die ganze Sache lief natürlich schleichend ab. Als würde man immer wieder ein Stück Kinderschokolade naschen und dabei denken: Wird schon nicht gleich auf die Hüften gehen. Meist kommt es aber unweigerlich und wie von Zauberhand so, dass die Hose plötzlich nicht mehr zugeht und man gibt dem Trockner die Schuld, weil das Mistding scheinbar darin eingegangen ist.

Aber gut, die Frage war ja echt berechtigt und musste beantwortet werden – tatsächlich hatte ich sie schon länger erwartet.

Auf Los geht’s los:

Wer mir bisher gefolgt ist, kennt meinen Werdegang und weiß, dass ich im letzten Frühjahr mit viel Tamtam und Knallbummpeng meinen Blog angekündigt habe. Und wer mich noch nähererererer kennt, der weiß ganz sicher: Wenn der was ankündigt, dann folgen meistens Taten.

Aber jetzt kommt’s: Als alles vorbereitet und angerichtet war, wie der Tisch bei „Dinner for one“, ist die Sache plötzlich ins Stottern geraten. Why?

Gut, man könnte sagen, ich hatte zu wenig Zeit oder musste Lebensumstände ändern. Es könnte auch am Job gelegen haben oder an meiner Phantasie-Vorstellung, dem Elend auf der Welt ein Ende setzen zu können und die Menschheit einfach komplett zu befreien – von ALLEM! Wenn ich so nachdenke, fällt mir noch einiges ein…

Wenn ich allerdings ganz ehrlich bin, muss ich eine Sache zugeben: Ich habe mich verunsichern und bequatschen lassen. Dabei kann ich gar nicht so konkret sagen, durch wen oder was. Im Grunde bin ich da nicht anfällig und sehe mich ja eher als ziemlicher„Durchzieher“.

Was ich dabei allerdings unterschätzt habe, sind all die Meinungen und Äußerungen, denen man ausgesetzt wird, sobald man ankündigt einen Blog zu betreiben. Wie ich eben so bin, habe ich es natürlich anderen Leuten auf die Nase gebunden, ob sie wollten oder nicht, egal!

Klar, es gibt natürlich eine Hand voll Freunde und Leute, deren Meinung ich schwer schätze und als wichtig und meist richtig ansehe. Da gibt’s Menschen, denen man vertraut, da die gefühlt auch mal auf die Schnelle ein Champions League Spiel moderieren könnten und wahrscheinlich eine gute Figur abgeben würden.

Von diesen lieben Leuten lass ich mir dann auch gerne mal eine andere Sichtweise erklären (aber nur unter Protest – Hahaha!).

Am Schluss sind es eigentlich die vielen Äußerungen und Meinungen, die gänzlich ungefragt den Mündern der Weisheit entlaufen, die das Zögern erst verursachen. Scheinbar weiß jeder, der NICHT bloggt (!!!), komischerweise sofort, wie man sowas doooddaaal richtig cool schreibt und wie man es viel besser macht.

Obwohl ich zu dem Zeitpunkt noch gar nichts geschrieben hatte. Cool oder?

Gut, ich denke, das geht aber gerade noch in Ordnung. Denn etwas verbessern ist ja keine schlechte Sache und es kann sehr hilfreich sein, diese Einflüsse zu bekommen.

Allerdings steht am Anfang immer derjenige, der das Papier schwarz bekommt und was schreibt. Wenn’s den nicht gibt, kann man auch nix verbessern und nix besser wissen. Es kann also passieren, dass man so beeinflusst wird, dass man nichts mehr zu Papier bringt, weil es ja eh Schrott sein könnte. Man wird Sklave der eigenen Unsicherheiten und überhaupt kommt man zu dem Ergebnis, dass das alles ja für’n Arsch ist. Jaja, so kann’s gehen. Bumms!

Anbei eine Auswahl, verschiedener Kommentare zu meinem Vorhaben:

  • Bloggen? Bist du jetzt Lebensberater oder was? (what?)
  • Kommt das nicht ein bisschen Psycho rüber (whaaat?)
  • Das machen doch eh schon so viele andere, wer will denn sowas lesen?(whaaaat?)
  • Wenn du so öffentlich schreibst,  dann machst du dich ja angreifbar…(whaaaaat?)
  • Was sollen denn deine Freunde und alle die dich kennen darüber denken?(whaaaaaaaaat?)

Hmm, alles vielleicht nicht unwahr, oder diskutabel, aber ich halte es hier wie Udo L und sag einfach: Ich mach mein Ding!

Ratschläge wie man’s „richtig“ macht, nehme ich gerne an. Nur möchte ich in Zukunft vorher wissen, ob du selbst etwas entwerfen kannst. Ob du den Mut besitzt, etwas zu zeigen und es auch verbessern zu lassen. Ob du eine Instanz bist, die das beurteilen kann. Dann ist für mich alles in Butter und ich höre gerne zu.

Ausgenommen sind natürlich die Leser des fertigen Blogs, denn die dürfen gerne Rückmeldung geben, kritisieren und hinterfragen und mich löchern, dafür ist ja so ein Text auch da. Im besten Fall bringt’s einen weiter und man kann sich dabei was rausziehen. Wenn man der Meinung ist, dass der Text einfach nur Käse ist, dann ist das auch okay.

Letztendlich bin ich jetzt für die eingangs erwähnte Nachricht ziemlich dankbar, denn sie hat einen super Denkprozess angestoßen und Vieles bewirkt.

Deswegen komme ich zu folgender Erkenntnis:

Wenn man etwas durchziehen will, muss man standhaft bleiben, denn man hat sich diesem Wunsch ja hingegeben und verfolgt einen Plan. Es ist normal, dass es viele Meinungen geben wird und es ist dir selbst überlassen, worauf du eingehst und worauf du nicht eingehst. Jedoch nimmt dir kaum jemand eine Entscheidung ab, da muss man schon selbst ran und die Sache durchziehen. Oder eben nicht.

Eigenverantwortung ist Trumpf!

In diesem Sinne, ich wünsche euch noch eine schöne Woche und ja, es wird wieder gebloggt, und zwar viel!

Chris

Spruch der Woche #2

Ich komme gerne schnell zu einem Ergebnis und habe vor langer Zeit eine Sache für mich klar gemacht:

Wenn du etwas nicht anfängst, weil du auf den idealen Zeitpunkt wartest, oder dich erst die Muse küssen muss, dann bist du auf dem Holzweg.

„Aber, es soll doch richtig gut werden und ich will es perfekt machen“.

Sicher, auch eine Herangehensweise, aber ich denke, dass man einfach beginnen muss. Setz dich hin und fang an, dann kommen die Ideen.

Nimm dir ein Blatt Papier und schreib etwas drauf, egal was. Verbessern kannst du auch am nächsten Tag.

So kommt man schnell zum Ergebnis. Meine Meinung. Punkt. 😉

Cheers, Chris

#5 Konservativer Rock’n Roll – hää? Wasn das?

Ihr Lieben, erst mal freue ich mich, dass ihr auf meiner Seite und bei meinem Blog gelandet seid.

Nun, es gibt schon einige Rückfragen, was ich mit dem Begriff „Konservativer Rock’n Roll“ denn meinen würde. Schließt sich das nicht gegenseitig aus bzw. ist das nicht ein Widerspruch in sich? Klare Antwort: Nö!

Was ich damit meine, ist im Groben Folgendes:

Sei kreativ, sei mutig, hab neue Ideen und setze sie um. Sei rebellisch und roh.

Verliere deine Phantasie und deine Leidenschaft nicht und baue nicht zu viele Ängste auf.  Wie das funktioniert? Wichtig ist ein Plan B, eine Rückversicherung oder eine Idee, wie du im Spiel bleibst.

Beispiel:

Du bist jemand, der jeden Tag im Büro sitzt und vor sich hin träumt. Der Job langweilt, die Kollegen nerven und du möchtest schon seit gefühlten 10 Jahren dein eigenes Ding machen. Du hast jede Menge Ideen, setzt sie aber nie wirklich um. Jetzt passiert das, was vielen passiert. Was auch mir teilweise passiert ist.

Du hast Angst vor dem nächsten Schritt, aber weißt gleichzeitig, er wäre unglaublich wichtig. Für dich und dein zukünftiges Glück. Dann bist du umgeben von Leuten, die dir sagen, du sollst es lassen und auf keinen Fall deinen Job sausen lassen (sonst geht die Welt unter und es gibt nie mehr Abendessen auf der Welt), dass du doch zufrieden sein kannst, dass du einen Job hast, dass jeder mal unzufrieden wäre und das normal wäre..etc. etc.

Gleichzeitig triffst du auf Leute, die dir sagen werden, dass du diesen Schritt unbedingt gehen und alles auf eine Karte setzen musst. Du kaufst dir Bücher, in denen Leute „Tschakka“ rufen und Erfolgsgeschichten erzählen, von Ford, Aldi, oder Netto, oder..Hans Meiser…und in denen die Frage gestellt wird, ob du denn wirklich hundertprozentig „committed“ seist, deiner Passion folgen würdest usw.

Du setzt also mit zitterndem Händchen alles auf eine Karte, kündigst den Job, nimmst deine paar Kröten vom Konto und eröffnest das langersehnte eigene Café. Soweit, so cool.

Nun geht’s aber los. Die Pacht läuft, der Strom muss gezahlt werden, das Finanzamt steht vor der Tür und du merkst, dass du verdammt viele Espressi verkaufen musst, um die Knete zu verdienen, die du brauchst um entspannt zu leben. Der selbstgemachte Kuchen wird langsam zu aufwendig und dir fehlt die Zeit, weil dich das Personal sitzenlässt („Sorry, war gestern bechern und hab ganz schlimme Migräne“) und plötzlich wird es schon eng für dich. Auf einmal stehst du 50 Stunden pro Woche im Café und wünschst dir mal einen schönen, langen Angestellten-Feierabend auf der Couch.

Ich weiß, klingt wie ein Horror Szenario in Watzlawicks Hirn, ist aber leider sehr oft Realität.

Konservativer Rock’n Roll wäre gewesen, das Ziel, in diesem Fall ein Café zu eröffnen, langfristig zu planen und auf eine gesunde Grundlage zu stellen. Kein (oder sagen wir, kaum ein) Chef beißt einem sofort den Kopf ab, wenn man danach fragt, ob man z.B. auch ein paar Stunden reduzieren kann.

Die gewonnene Zeit könnte man z.B. in die Entwicklung eines Webshops für gute Kaffeesorten stecken und den Shop nach und nach ausbauen. Mehr als nein sagen kann der Chef nicht. Wenn dein Shop erste Kunden hat, kannst du immer noch überlegen, den nächsten Step zu gehen. Jetzt kommt vermutlich das Argument, der Chef würde das niemals erlauben und wäre stocksauer – sicher? Und selbst wenn?

Ich rate dir ganz eindeutig (auch weil ich erstere Erfahrung in anderer Form selbst schon gemacht habe), mehrere Eisen im Feuer zu haben, um einen Ausgleich zu schaffen.  Zuviel Rock’n Roll macht aus dir langsam aber sicher eine sabbernde Zombiegestalt, bist du dagegen immer nur konservativ, wirst du irgendwann stocksteif und bekommst einen Bandscheibenvorfall – auch wieder nix. Die Mitte ist das Zauberwort.

Alles was du im richtigen Maß für dich betreibst, bringt dich auch weiter.

Oder anders gesagt: mit Spaß angeln zu gehen, ist eben etwas Anderes, als den ganzen Tag auf dem Fischkutter zu arbeiten.

So, nun werde ich einen relativ konservativen Espresso trinken (ziemlich schwach, das Ding) und meinen Tagesritualen folgen (erstmal unspektakulär: Der Hund muss raus). Dann geht’s ans Tagesgeschäft: Booking.

Ich danke dir bis hierhin für’s Lesen und Folgen. Bis zum nächsten Blog 😉

Ich freue mich auf dich!

Cheers, Chris Strobler

Spruch der Woche #1

Dauernd lese ich irgendwelche Sinnsprüche, die angeblich irgendwer mal gesagt hat.

Konfuzius, Buddha, Muhammad Ali, Ronald McDonald, Frau Ströbl aus dem Lottoladen an der Ecke…wer weiß das schon.

Also, hier ist meiner zu lesen s.o.

Stammt absolut und tausendprozentig von Chris Strobler (konservativer Rock’n Roller).

Have fun

cheers, Chris